Schulsozialarbeit

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

gerne möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Nicole Hanauer-Friedrich, mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 habe ich als Schulsozialarbeiterin meine Arbeit an der Mittelpunktschule in Niederselters aufgenommen. Ich bin bei der Gemeinde Selters (Taunus) angestellt und mit 50% als Schulsozialarbeiterin und 50% als Jugendpflegerin tätig.

 

Schulsozialarbeit, was ist das überhaupt?
Schulsozialarbeit –  als ein Teil der öffentlichen Jugendhilfe – richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler, jedoch vor allem an diejenigen, die dauerhaft von sozialer Benachteiligung bedroht sind.
Die sozialpädagogischen Angebote und Projekte ermöglichen die rechtzeitige Bearbeitung von persönlichen und familiären Konflikten, die Stabilisierung und Förderung der Schullaufbahn sowie die persönliche Förderung und Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Die Basis der Schulsozialarbeit bildet die Zusammenarbeit von Lehrkräften, Schulsozialarbeit und den Eltern / Erziehungsberechtigten. Hier fungiert die Schulsoziarbeit als Schnittstelle zwischen Lehrern-Schülern, bzw.
Lehrern-Eltern.

Nicole Hanauer-Friedrich
Diplom-Sozialarbeiterin (FH)
Jugendpflegerin und Schulsozialarbeiterin der Gemeinde Selters (Taunus)

Erreichbarkeit

In der Schule:
Büro im ehemaligen Hausmeistergebäude

Dienstag-Donnerstag von 08.00 - 11.30 Uhr
Tel.: 06483/ 7923 (Schulsekretariat, Frau Willert)

In der Gemeinde:

Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Tel.: 06483/ 9122-34  oder Mobil: 0151/11937151

Jugendpflege und Schulsozialarbeit der Gemeinde Selters (Taunus)
Brunnenstr. 46
65618 Selters (Taunus)

Homepage der Gemeinde: www.selters-taunus.de

 

1. Leitlinien der Schulsozialarbeit

Freiwilligkeit
Für alle Angebote der Schulsozialarbeit entscheiden sich die einzelnen Schüler/Schülerinnen, Eltern in der Regel freiwillig.

Vertraulichkeit
Es findet keine Leistungsbewertung der Schüler von Seiten der Schulsozialarbeit
statt und der vertrauliche Umgang mit Informationen sowohl von Schülern/innen oder ihren Eltern als auch von Seiten der Lehrer ist selbstverständliche Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Ausnahmen nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Betroffenen oder bei Gefährdungssituationen.

Schweigepflicht
Schulsozialarbeiter/innen unterliegen der beruflichen Schweigepflicht (§ 203 Abs. 1 Nr. 5 StGB), eine Anzeigepflicht gem. § 138 StGB besteht nur ausnahmsweise, und zwar für eine kleine Gruppe schwerster geplanter Straftaten wie z.B. Mord oder Raub. Von der Schweigepflicht können sie nur von den Schülerinnen und Schülern (schriftliche Einwilligung), Erziehungsberechtigten oder von einer dazu bemächtigten Behörde befreit werden.

2. Aufgaben/ Schwerpunkte der Schulsozialarbeit

Beratungsangebot für Schüler/innen

  • Einzelberatung von Schülerinnen und Schülern bei persönlichen Problemen
  • Kriseninterventionen
  • Koordination von Hilfeangeboten und ggf. Vermittlung und/oder Begleitung zu Institutionen
  • Kontaktaufnahme und Beratung von Schulverweigerern
  • Beratung, Unterstützung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern bei Bewerbung, Ausbildungplatzsuche, Schulwechsel - Kooperation mit jobaktiv

Beratung und Unterstützung des Lehrerkollegiums

  • bei Verhaltensaufälligkeiten von Kindern und Jugendlichen innerhalb des Klassenrahmens, Motivationslosigkeit, Leistungsprobleme, Schwierigkeiten in der Klassenstruktur und vermutete familiäre Probleme
  • Unterstützung bei  Klassenausflügen/ -fahrten sowie bei Elternabenden/ Elterngesprächen
  • Informationsweitergabe über jugendspezifische Themen/ Projekte/ Angebote

Eltern- und Familienarbeit

  • Konfliktberatung bei Probleme und Krisen
  • Vermittlung geeigneter Hilfen (Fachbereich Vb Jugend, Erziehungsberatungsstelle, Lerntherapeuten etc.)
  • Themenbezogene Elternabende

Gruppenarbeit mit Klassen

  • Gruppendynamik in der Klasse, Mobbing, Soziale Kompetenzen oder Grenzüberschreitungen
  • Förderung sozialer Kompetenzen

Freizeitpädagogik

  • Gestaltung und Betreuung im Freizeitbereich (Kooperation Jugendpflege)

Unterstützung der Hausaufgabenbetreuung

Mitarbeit im Krisenteam (Amok, Suizid,…)

  • regelmäßiger Austausch/ Sitzungen

Teilnahme an Konferenzen

  • Klassenkonferenzen
  • Gesamtkonferenzen
  • Sitzungen der Schülervertretung
  • Schulelternbeiratssitzungen
  • Sitzungen des Fördervereins
  • regelmäßige Gespräche/Austausch mit der Schulleitung/ stellvertr. Schulleitung
  • Teilnahme und Vorstellung der Schulsozialarbeit am Schnuppertag von  Schüler/innen der zukünftigen 5. Klassen

Netzwerkarbeit

Im Handlungsfeld der Schulsozialarbeit ist eine dauerhafte Vernetzung mit sozialen Diensten und mit den verschiedenen Kooperationspartnern im Sozialraum unerlässlich. Um u.a. Hilfsangebote kompetent vermitteln zu können, muss sich Schulsozialarbeit mit andern Stellen und Diensten vernetzen.

  • Erschließen von Ressourcen in der Gemeinde
  • interdisziplinäre und interinstitutionelle Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Vb Jugend, dem Schulpsychologischen Dienst, dem Schularzt, den Berufsberatungsstellen u.a.
  • Vernetzung mit anderen Schulsozialarbeitern (AG Schulsozialarbeit)
  • Bündnis für Familie des Landkreises Limburg-Weilburg“  (AG Bildung und Förderung in Schule, AG Erziehungsverantwortung wahrnehmen)
  • Zusammenarbeit mit Bruno Reuscher und Herrn Gröschen von der Polizei Limburg
  • Zusammenarbeit mit der Beratungslehrerin für Sucht und Drogen
  • Arbeitskreis Verantwortung statt Gewalt e.V.
  • AG-Jugend der Präventionskommission des Landkreises Limburg-Weilburg

Präventive Arbeit

Projekte/ -tage zu Themen wie: Mobbing an Schulen, Sexualität, Drogenmissbrauch, Kriminalität, Medien, Gewalt, politische Partizipation etc.

 

PIT - "Prävention im Team“

"Prävention im Team“ ist das Gewaltpräventionsprogramm der Hessischen Landesregierung im „Netzwerk gegen Gewalt“, getragen vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, Hessischen Kultusministerium und Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit.
Ziel ist potentielle Opfer zu stärken und mit den SchülerInnen für Gewaltsituationen Handlungsoptionen aufzuzeigen und zu trainieren und damit präventiv zu wirken.
Vertreterinnen von Schule, Polizei und Jugendhilfe bilden für mind. 5 Jahre ein Team. Die Trainingsmaßnahmen (Projekttage + Vertiefungsstunden) werden mit Schülerinnen und Schülern der 7. Klassen durchgeführt.

 

Folgende Projekte wurden im Schuljahr 2008/2009 durchgeführt bzw. begleitet:

 

Streittraining für Grundschulkinder

Faires streiten lernen für Grundschulkinder am 25./26.04.2009, 09./10.05.2009, 09./10./11.10.2009 durch Frau Patricia Schubert (zert. Trainerin für  Selbstbehauptung und -selbstverteidigung).
In den Grundschulen geht es in den Pausen auf vielen Schulhöfen „so richtig zur Sache“. Provokationen werden manchmal schnell mit Schlägen beantwortet. Im Streittraining sollen Kinder mit Worten streiten üben. Es wird trainiert, gelassen auf Provokationen zu reagieren.
In Rollenspielen werden häufige Streitsituationen, die mit den Kindern zusammengetragen werden, „ohne Hauen“ beigelegt. Wichtige Themen waren bei diesem Training: Grenzen setzen und akzeptieren, gemeinsam Alternativen zum Schlagen finden, eigene Bedürfnisse ausdrücken lernen, eigene Gefühle vor und beim Streiten, Gefühle die Probleme bereiten, die eigene Wut in den Griff bekommen, Verhalten bei einem Angriff und wo kann man Hilfen finden.
Die Kinder sollen durch Körperhaltung und Stimmtraining lernen, selbstbewusst aufzutreten. Zudem lernen sie, wie sie sich durch Körpersprache und einem gezielten „Nein“ vor Angriffen schützen können.

 

Autorenlesung mit Harald Tondern „ Wehe, du sagst was! Die Mädchengang von St. Pauli“ 29.05.2009 in der Taunusschule in Bad Camberg mit der H7 der Mittelpunktschule zum Thema „Mädchengewalt“

Im Buch geht es um Daniela - sie ist Anführerin einer Mädchengang auf St. Pauli. Sie zieht Jacken ab und klaut im Supermarkt. Daniela verliebt sich in Manuel. Als sie glaubt, Pia wolle ihr Manuel wegnehmen, kommt es zu einer schrecklichen Racheaktion. Neben Harald Tondern kamen Daniela Hirsch, Trainerin des Anti-Gewalt-Programms „Cool sein – cool bleiben“ aus Darmstadt und von der Polizei Limburg Claudia Weber, Bruno Reuscher und Frank Stallmann mit den Schülerinnen und Schülern mit Übungen, Rollenspielen aus dem Alltag und Berichten vom Jugendstrafrecht ins Gespräch.

Die Auftaktveranstaltung fand in der Marienschule gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Theodor-Heuss-Schule in Limburg statt. Es folgten die Westerwaldschule in Waldernbach, die Adolf-Reichwein-Schule und die Leo-Sternberg-Schule in Limburg. Den Abschluss bildete die Taunusschule in Bad Camberg.

 

„Verhaltenstraining  für Schulanfänger“

Ziel des Verhaltenstrainings ist es, die Kinder gezielt beim Erlernen von positivem Sozialverhalten zu unterstützen und so die sozialen und emotionalen Kompetenzen zu erweitern. Das Training umfasst im Ganzen vier aufeinander aufbauende Trainingsstufen. Inhalte, wie soziale Wahrnehmung, Gefühle erkennen und benennen, Einfühlungsvermögen, Hilfeverhalten und Kooperation sowie Problemlösekompetenzen in schulischen Alltagssituationen werden bearbeitet. In der ersten Trainingsstufe lernen die Kinder zunächst das Chamäleon „Ferdi“ kennen. Die Kinder erfahren Wissenswertes über diese Tiere, wie ihre gute Anpassungs- und Beobachtungsfähigkeit. „Ferdi“ ist freundlich und weise und begleitet die Kinder auf der Suche nach einem alten Piratenschatz. Um sich bei der Schatzsuche nicht gegenseitig den Spaß zu verderben, werden gemeinsame „Schatzsucherregeln“ aufgestellt. Sie lauten: Zur Einhaltung der Regeln unterschreiben die Kinder eine Abmachung, den Schatzsuchervertrag. Für das Mitmachen und Helfen gibt es nach jeder „Ferdi-Stunde“ Punkte, damit sich die Anstrengung auch lohnt.

 

Folgende Projekte wurden im Schuljahr 2009/2010 durchgeführt bzw. begleitet:

 

Theaterprojekt „Hin&Weg.sehen“ für Zivilcourage und gegen rechte Gewalt am 11.09.2009 in Niederselters (Klasse 8-10)

Inhalt: Sem und Jule waren füreinander bestimmt, doch dann ist alles anders gelaufen. Verletzungen, Mobbing, Vorurteile haben sie getrennt, so liegen sie seit Jahren mit ihren Cliquen im Clinch. Alles im Rahmen, trotz empörter Reaktionen aus der Erwachsenenwelt, bis rechtsradikale Schläger und deren menschenverachtendes Gedankengut die Situation eskalieren lassen. Während Sem und seine Freunde um ihr Leben fürchten, denkt Juli immer noch, dass sie für die rechte Sache kämpft. Bis sie schmerzlich erkennen muss, dass Rechts nicht Recht ist. Die im Stück angesprochenen Thematiken Verletzungen, Mobbing und Vorurteilen begegnen der Schulsozialarbeit im Schulalltag der Schule. Die Gesamtveranstaltung soll über Rechtsextremismus und Gewalt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger informieren, sondern soll die Schüler zum Nachdenken anregen und sensibilisieren. Sie sollen einen Einblick hinter die Fassaden erhalten und gestärkt werden sich auch gegen Ungerechtigkeiten zu erheben und Toleranz zu verstärken.
Außerdem soll die Schulsozialarbeit als Ansprechpartnerin in Fragen der genannten Problematiken nochmals verstärkt wahrgenommen werden.
Das Projekt wird gefördert von dem Aktionsprogramm „VIELFALT TUT GUT“ Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Veranstaltung zur Raucherprävention „ohnekippe“ (Besuch der Thorax-Klinik in Heidelberg) am 07.10.2009 mit der Klasse R7a

Ziel der Veranstaltungen ist es, Kindern und Jugendlichen die Risiken und Folgen des Rauchens aufzuzeigen.  Zigarettenrauchbedingte Erkrankungen nehmen weltweit an Häufigkeit zu. Ebenso steigt die Anzahl rauchender Jugendlicher simultan, insbesondere der jungen Mädchen. Seit Juni 2000 werden wöchentlich zweimal 3-4 Schulklassen in die Thoraxklinik eingeladen und erhalten ein detailliertes Aufklärungsprogramm über die Gefahren des Rauchens.
Dies beinhaltet Grundlagenvorträge über Tabakrauchen und seine Wirkung sowie Krankheiten die mit dem Rauchen in Zusammenhang stehen, hier besonders das Bronchialkarzinom. Des Weiteren wird während einer Live-Übertragung eine Bronchoskopie mit pathologischen Befunden altersgerecht dargestellt. Ein Patient mit Bronchialkarzinom erläutert im persönlichen Gespräch seine Raucherkarrieren und die nun zu ertragenden Therapien.



 

AMD - Anti Mobbing Days am 29./30.06.2010, ab Klasse 4

In Form von zwei Theateraufführungen, einem Informationsabend und einem Wettbewerb wurde das Thema in der Schule umgesetzt. „ Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. “ ist ein Theaterstück für SchülerInnen von Klasse 4-6, das die missbräuchliche Nutzung von Handys und Computern im kindlichen bzw. jugendlichen Alter thematisiert. In einer äußerst kurzweiligen Inszenierung – einfühlsam und dennoch drastisch - bringt Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. die unterschiedlichen Beweggründe und Intentionen zum Thema Cyber-Mobbing auf den Punkt und zu den Zuschauern. „Und dann kam Alex“ ist ein Theaterstück für SchülerInnen ab Klasse 7 zum Thema: Gewalt, Mobbing und Bullying unter Jugendlichen. Zusätzlich wurde ein Informationsabend für Eltern und Interessierte zum Thema „Neue Medien - Chancen und Risiken“ mit dem Medienpädagogen Thomas Graf angeboten. Für ihre Nachbereitung/ Vertiefung des Themas in Ihrer Klasse haben die Schulsozialarbeiterinnen Informations- und Unterrichtsmaterial zusammengestellt und an alle LehrerInnen ausgegeben. Kooperationsveranstaltung zwischen den Jugendpflegerinnen und Schulsozialarbeiterinnen der Gemeinden Weilmünster, Brechen und Selters (Taunus). Das Projekt wurde gefördert von dem Aktionsprogramm „VIELFALT TUT GUT“ Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Folgende Projekte wurden im Schuljahr 2010/2011 durchgeführt bzw. begleitet:

 

BZgA - MitmachParcours zu Tabak und Alkohol am 02./03.11.2010, Klassen 8-10

Klar sehen, den Durchblick haben und sich nichts vormachen. Dabei will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Jugendliche unterstützen. Der BZgA-MitmachParcours KlarSicht will über die Wirkungen und Suchtpotenziale der legalen Suchtmittel Tabak und Alkohol informieren und eine kritische Haltung dazu fördern. Das interaktive Angebot will Jugendliche dabei unterstützen, die Risiken von Alkohol- und Zigarettenkonsum klarer zu sehen und verantwortungsbewusst zu handeln. Bei Rollenspielen, Quiz und Diskussionen können sich die Teilnehmenden mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen einbringen. Der „Klarsicht-Parcours“ war auf Initiative der Schulsozialarbeit der Gemeinde Selters (Taunus) in der Zeit vom 01.11.10 bis 05.11.10 im Landkreis Limburg-Weilburg stationiert. Das Projekt war eine Kooperationsveranstaltung mit der Polizei, Jugend-und Drogenberatung Limburg, Schulsozialarbeit Brechen und Weilburg, den Präventionsberater/-innen im Auftrag der BZgA und der Beratungslehrerin für Drogen an der MPS. Das Projekt fand an zwei Schulstandorten im Landkreis statt. Es erfolgte eine gegenseitige Unterstützung an den Standorten. Im Anschluss an den Parcours konnte das Thema in den Schulen im Unterricht weiter behandelt werden, dafür erhielten die Lehrkräfte Material und Infos von der BZgA. Für die SchulsozialarbeiterInnen der Gemeinden Brechen und Selters (Taunus) ist die Präventionsarbeit ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit. Es wurde nach einer Möglichkeit gesucht, die Problematiken zu Alkohol und Rauchen interaktiv den Jugendlichen zu vermitteln und dadurch einen dauerhaften Lerneffekt zu erzielen. Die Moderatoren der BZgA wurden jeweils von einem Moderator (Schulsozialarbeit, Jugend-und Drogenberatung Limburg , usw.) vor Ort unterstützt. Insgesamt haben 281 SchülerInnen aus Brechen und Selters (Taunus) den Parcours durchlaufen.

 

Medienpädagogisches Projekt (Gewaltprävention) Veränderungen der Kommunikationskultur durch digitale Medien am 26. und 27.10.2010 in Klasse 6 (Frau Pfeiffer)

Die Nutzung von Handys, Chatrooms und sozialen Netzwerken im Internet bei Kindern und Jugendlichen nimmt einen immer höheren Stellenwert ein und ist sowohl aus der Schule als auch privat nicht mehr wegzudenken. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation durchgeführt. Themen der beiden Projekttage waren:

  • Bewusste und reflektierte Nutzung von neuen Medien
  • Chancen und Risiken im Umgang mit Kommunikationsforen im Internet
  • Sensibilisierung für die Themen Cyber-Bullying und Mobbing
  • Finanzielle, rechtliche und gesundheitsspezifische Aspekte bei der Nutzung eines Handys

In der Praxisphase des Projekts wurden die kreativen Möglichkeiten des Handys bei der Erstellung einer Handyfilmproduktion aufgezeigt, so dass der Schritt vom Medienkonsument zum Medienproduzent vollzogen wurde. Dieses Projekt wurde von der Schulsozialarbeit initiiert, finanziert und personell unterstützt.

 

Theaterseminar (Suchtprävention)

Das Theaterseminar von Andreina Coatto und Mitschiko Tsubaki wurde im Schuljahr 2010/2011 fortgeführt. Die Theater AG bot den Teilnehmern die Möglichkeit eigene Ideen und Interessen künstlerisch zu erarbeiten, d.h. zu reflektieren und schließlich, durch eine öffentliche Präsentation, zum Ausdruck zu bringen. Entgegen traditioneller Theaterpraxis, in der ein bekanntes Stück am Anfang der Arbeit steht, standen hier die Teilnehmer mit ihren Anliegen, Interessen und Fantasien im Vordergrund. Die Schulsozialarbeit hat hier die Beschaffung der Fördergelder organisiert und unterstützte das Projekt zeitweise personell und beratend. Am 16.12.2010 fand unter der Leitung von Andreina Conti eine Aufführung von der Theater AG im Gemeinschaftsraum der MPS statt. Die Gruppe der Jugendlichen entschied sich nach den Herbstferien einen Stoff aufzuarbeiten, den sie im Schulunterricht durchgenommen hatten, der Roman von Jana Frey: Höhenflug Abwärts, die Geschichte eines Mädchens die Drogen nimmt. Das Stück basierte auf diesem Roman, dennoch behielten sich die Teilnehmer des Kurses die Freiheit vor, hier und dort die Geschichte, nach eigenen Vorstellung zu verändern. In der anschließenden Diskussionsrunde nahmen neben den Schauspielern und der Theaterleitung, die Jugendpflegerin und Schulsozialarbeiterin der Gemeinde Selters (Taunus), Nicole Hanauer-Friedrich, und Alexander Schönsiegel von der Jugend- und Drogenberatung Limburg teil. Die Schülerinnen und Schüler der 5 und 6 Klasse hatten somit die Möglichkeit auch ihre Fragen zum Thema Drogen fachkompetent beantwortet zu bekommen.

 

 

Ideenwettbewerb AMD – Wettbewerb "Schau nicht weg! Gemeinsam gegen Mobbing"

Gefragt waren kreative Ideen und Projektvorschläge gegen Mobbing/ Cyber-Mobbing und zur Verbesserung des Schulklimas  der Klassen 5-10 aus der Schule im Emsbachtal, der Gesamtschule Weilmünster und der Mittelpunktschule Goldener Grund. Eine Jury (Schulsozialarbeiterinnen der Schulen sowie Pia Stöckl vom Jugendbildungswerk) hat die eingereichten Wettbewerbsbeiträge bewertet. Folgende Plätze wurden erreicht:

1. Platz: Schule im Emsbachtal Niederbrechen, Klasse 7bVHR

2. Platz: Mittelpunktschule Goldener Grund Niederselters, Klasse R7b

3. Platz: Weiltalschule Weilmünster, Gruppe der R8

4. Platz: Mittelpunktschule Goldener Grund Niederselters, Religionskurs 9/10